Fannie Mae und Freddie Mac - klingt in unseren Ohren nach Orangensaft oder Hersteller von Süßwaren. Tatsächlich sind die beiden Banken die größten Hypothekendienstleister in den USA.
Wie ja bekannt ist, haben sich diese mit faulen Krediten übernommen. Da deren Schuldverschreibungen auch verkauft wurden leiden derzeit auch europäische Banken an den Verlusten aus diesen Geschäften. Die Hypothekenkredite in den USA hat die Weltwirtschaft in eine Krise gestürzt, die Anleger wechselten in Geschäfte mit Rohstoffen. Bezahlen tun wir Konsumenten das, nicht nur die Preise für Erdöl sind gestiegen.
Was tut nun die amerikanische Regierung? Sie stützt die beiden Banken und verhindert so einen Konkurs der beiden Banken. Die Börse reagiert auf die Ankündigung dieser quasi Verstaatlichung mit einem Kursfeuerwerk.
Nach der neoliberalen Wirtschaftstheorie ist Verstaatlichung oder staatliche Eingriffe in die Wirtschaft das Böse an sich. Der Markt reguliere sich selber am besten und habe geheimnissvolle Selbstheilungskräfte, eine Regulierung durch den Staat sei höchst schädlich, tönten sie bis vor kurzem.
Verfechter des Neoliberalismus tun sich jetzt schwer, zu erklären, warum Gewinne privatisiert wurden, die Verluste jetzt aber vom Staatsbürger zu tragen sind.
Scheint irgendwo ein systematischer Fehler in dieser Theorie zu sein.
Samstag, 13. September 2008
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen