Mittwoch, 3. Juni 2009
Donnerstag, 21. Mai 2009
Neulich in der Sandkiste
In Österreich starten politische Karrieren manchmal in der Sandkiste. In Purgstall enden sie auch dort.
Franzi sitzt mitten in der Sandkiste und schaufelt Sand. Auf seinem Leiberl steht: „Ich Chef, du nix.“ Hansi haut heimlich auch Sand auf den Haufen. Marianne und Toni schauen zu.
Franzi: „I mog nimma do im Park Sand spün, i geh jetzt ham!“
Hansi: „Dann gheat des Leiberl aber mir!“
Franzi: „Von mir aus, is eh scho ganz dreckat.“
Hansi: „Mocht nix, i woschs in da Erlauf. Gib her des Schauferl.“ Hansi zieht einen Graben in den Sand und schüttet Wasser hinein.
Hansi: „Schau, do bau i a Kraftwerk glei hinter die Feuerwehr.“
Toni: „Du? Wo host denn überhaupt die Feuerwehrhauserl hintan?“
Widerwillig zieht Hansi ein paar Spielzeughäuschen aus einem Raiffeisen Plastiksackerl.
Marianne: „Jö, schau, den Kindergarten hot er a!“
Franzi zu Hansi: „Jetzt homs mas vaschissen, de hätt i nu gegen a Kapperl eintauschen kenna.“
Hansi: „I kann nix dafür, de Greane Bande hots verrodn.“
Toni: „A so is des! Jetzt wü i a des Leiberl!“
Hansi: „Bist deppat? Des gheat mia! Und aussadem, du host eh scho a Kapperl mit ana lustigen Frisur vom Onkel Erwin kriagt!“
Toni: „Nix da, mir gheats!“ Er wirft sich in Pose: „Zum Wohle Purgstalls!“
Marianne entgeistert: „Wia der redt! Des hot er im Theater in St Pölten gheat.“
Hansi: „Wonnst bled bist sog is dem Ferdl und dann prack ma da ane!“
Toni: „Wer fiacht se vor dem?“
Er steht auf und schiebt Marianne zwischen sich und Hans. „I moch den Ferdl zum Unterchef dann gibt er a Ruah.“
Hansi: „Na, der Ferdl gheat zu meina Bande!“
Franzi schmeißt das Leiberl hin und schreit: „Es dats scho so deppat wia in Scheibbs“ und rennt davon.
Marianne schnappt sich jubelnd das Leiberl: „Blede Buam, der Chef bin i und da Dieter wiad mei Unterchef.“
Hansi: „Donn hoit i zum rodn Adi!”
Toni: „Traust da nie!“
Hansi: „Wett ma?“
Franzi erscheint wieder: „I bleib do no do!“
Toni bindet Marianne ein Schnürl ums Handgelenk.
Marianne: „Toni, wennst mit mir Puppenspün wüst brauchst an stärkern Strick.“
Toni: „Fiacht di net Marianne, is nua a Freundschaftsband!“
Hansi und Franzi feixend: „An stärkan Strick, sunst reisst a.“
Marianne: „Toni, hau ma de Stänkara ausse?“
Toni: „Ja, zum Wohle Purgstalls!“
Franzi sitzt mitten in der Sandkiste und schaufelt Sand. Auf seinem Leiberl steht: „Ich Chef, du nix.“ Hansi haut heimlich auch Sand auf den Haufen. Marianne und Toni schauen zu.
Franzi: „I mog nimma do im Park Sand spün, i geh jetzt ham!“
Hansi: „Dann gheat des Leiberl aber mir!“
Franzi: „Von mir aus, is eh scho ganz dreckat.“
Hansi: „Mocht nix, i woschs in da Erlauf. Gib her des Schauferl.“ Hansi zieht einen Graben in den Sand und schüttet Wasser hinein.
Hansi: „Schau, do bau i a Kraftwerk glei hinter die Feuerwehr.“
Toni: „Du? Wo host denn überhaupt die Feuerwehrhauserl hintan?“
Widerwillig zieht Hansi ein paar Spielzeughäuschen aus einem Raiffeisen Plastiksackerl.
Marianne: „Jö, schau, den Kindergarten hot er a!“
Franzi zu Hansi: „Jetzt homs mas vaschissen, de hätt i nu gegen a Kapperl eintauschen kenna.“
Hansi: „I kann nix dafür, de Greane Bande hots verrodn.“
Toni: „A so is des! Jetzt wü i a des Leiberl!“
Hansi: „Bist deppat? Des gheat mia! Und aussadem, du host eh scho a Kapperl mit ana lustigen Frisur vom Onkel Erwin kriagt!“
Toni: „Nix da, mir gheats!“ Er wirft sich in Pose: „Zum Wohle Purgstalls!“
Marianne entgeistert: „Wia der redt! Des hot er im Theater in St Pölten gheat.“
Hansi: „Wonnst bled bist sog is dem Ferdl und dann prack ma da ane!“
Toni: „Wer fiacht se vor dem?“
Er steht auf und schiebt Marianne zwischen sich und Hans. „I moch den Ferdl zum Unterchef dann gibt er a Ruah.“
Hansi: „Na, der Ferdl gheat zu meina Bande!“
Franzi schmeißt das Leiberl hin und schreit: „Es dats scho so deppat wia in Scheibbs“ und rennt davon.
Marianne schnappt sich jubelnd das Leiberl: „Blede Buam, der Chef bin i und da Dieter wiad mei Unterchef.“
Hansi: „Donn hoit i zum rodn Adi!”
Toni: „Traust da nie!“
Hansi: „Wett ma?“
Franzi erscheint wieder: „I bleib do no do!“
Toni bindet Marianne ein Schnürl ums Handgelenk.
Marianne: „Toni, wennst mit mir Puppenspün wüst brauchst an stärkern Strick.“
Toni: „Fiacht di net Marianne, is nua a Freundschaftsband!“
Hansi und Franzi feixend: „An stärkan Strick, sunst reisst a.“
Marianne: „Toni, hau ma de Stänkara ausse?“
Toni: „Ja, zum Wohle Purgstalls!“
Samstag, 4. April 2009
Super GAU oder Glücksfall?
Donnerstag, am 2. April 2009 nach der Gemeinderatssitzung:
Beim Zusammensein mehrerer GemeinderätInnen mehrerer Fraktionen (wir haben jetzt ja vier) tauchte die Frage auf, ob man die Vorgänge innerhalb der ÖVP im letzten Jahr und die Ereignisse rund um die Wahl der Bürgermeisterin und des Vizebürgermeisters eine(r) durchschnittlich an Gemeindepolitik interessierten GemeindebürgerIn erklären kann. Einhellige Meinung: Nein, kann man nicht.
Ich will es auch gar nicht versuchen, das soll die ÖVP selber machen.
Aber ein Gutes haben diese Vorgänge allemal: Es gibt keine absolute Mehrheit im Gemeinderat mehr. Zumindest bis zur nächsten Wahl werden sich die einzelnen Parteien wohl zu einzelnen Vorhaben Mehrheiten suchen müssen. Ich freue mich auf das freie Spiel der Kräfte. Das wird voraussetzen, dass diskutiert und informiert wird und Überzeugungsarbeit geleistet wird. Das wird für viele schwierig werden, weil sie es einfach nicht gewohnt sind.
Andererseits ich bin guten Mutes, noch nie hatte ich so viele konstruktive Gespräche mit meinen KollegInnen im Gemeinderat wie in den letzten Wochen.
Den Hardlinern und Mitgliedern der Stahlhelmfraktion sei es ins Stammbuch geschrieben: Demokratie funktioniert auch ohne Absolute.
Beim Zusammensein mehrerer GemeinderätInnen mehrerer Fraktionen (wir haben jetzt ja vier) tauchte die Frage auf, ob man die Vorgänge innerhalb der ÖVP im letzten Jahr und die Ereignisse rund um die Wahl der Bürgermeisterin und des Vizebürgermeisters eine(r) durchschnittlich an Gemeindepolitik interessierten GemeindebürgerIn erklären kann. Einhellige Meinung: Nein, kann man nicht.
Ich will es auch gar nicht versuchen, das soll die ÖVP selber machen.
Aber ein Gutes haben diese Vorgänge allemal: Es gibt keine absolute Mehrheit im Gemeinderat mehr. Zumindest bis zur nächsten Wahl werden sich die einzelnen Parteien wohl zu einzelnen Vorhaben Mehrheiten suchen müssen. Ich freue mich auf das freie Spiel der Kräfte. Das wird voraussetzen, dass diskutiert und informiert wird und Überzeugungsarbeit geleistet wird. Das wird für viele schwierig werden, weil sie es einfach nicht gewohnt sind.
Andererseits ich bin guten Mutes, noch nie hatte ich so viele konstruktive Gespräche mit meinen KollegInnen im Gemeinderat wie in den letzten Wochen.
Den Hardlinern und Mitgliedern der Stahlhelmfraktion sei es ins Stammbuch geschrieben: Demokratie funktioniert auch ohne Absolute.
Freitag, 6. Februar 2009
Hände falten – Schluss mit öffentlichen Diskussionen - Anton Erber zieht sich als BGM Kandidat zurück
Die Grünen Purgstall haben die internen Diskussionen innerhalb der ÖVP mit Interesse verfolgt und nehmen den Rückzug von Anton Erber als Bürgermeister Kandidat zur Kenntnis.
Ob dies – wie die ÖVP hofft- das Ende der öffentlichen Diskussion dieser Causa ist, bleibt abzuwarten. Welche internen Machtverhältnisse in der ÖVP zu dieser Entscheidung geführt haben wissen wir nicht, jedenfalls scheint die taktierende Haltung von ÖVP Bauernbund Obmann Ferdinand Bachler keinen Kompromiss ermöglicht zu haben.
Klar scheint nur zu sein, dass die ÖVP Hans Teufl zum Bürgermeister küren wird. Er wird gut beraten sein, seine bisherigen Haltungen zu überdenken und ein Bürgermeister für alle PurgstallerInnen zu werden. Seine Rolle bei der geplanten Auslagerung von Immobilien und seine Unterstützung eines privaten Kraftwerkprojektes in einem Naturdenkmal sehen wir weiterhin kritisch.
Grundsätzlich haben wir ein korrektes Verhältnis zu Hans Teufl, es ist aber verbesserungsfähig. Auf unseren Offenen Brief mit Fragen an die BGM-KandidatInnen hat er jedenfalls als Einziger nicht geantwortet.
Ob dies – wie die ÖVP hofft- das Ende der öffentlichen Diskussion dieser Causa ist, bleibt abzuwarten. Welche internen Machtverhältnisse in der ÖVP zu dieser Entscheidung geführt haben wissen wir nicht, jedenfalls scheint die taktierende Haltung von ÖVP Bauernbund Obmann Ferdinand Bachler keinen Kompromiss ermöglicht zu haben.
Klar scheint nur zu sein, dass die ÖVP Hans Teufl zum Bürgermeister küren wird. Er wird gut beraten sein, seine bisherigen Haltungen zu überdenken und ein Bürgermeister für alle PurgstallerInnen zu werden. Seine Rolle bei der geplanten Auslagerung von Immobilien und seine Unterstützung eines privaten Kraftwerkprojektes in einem Naturdenkmal sehen wir weiterhin kritisch.
Grundsätzlich haben wir ein korrektes Verhältnis zu Hans Teufl, es ist aber verbesserungsfähig. Auf unseren Offenen Brief mit Fragen an die BGM-KandidatInnen hat er jedenfalls als Einziger nicht geantwortet.
Mittwoch, 21. Januar 2009
Leserbriefe
Ing. Hans Teufl ist geschäftsführender Gemeinderat in Purgstall. Und er ist Initiator einer Unterschriftenaktion namens "Pro Wasserkraft". Ziel dieser Aktion ist es, die Bestrebungen eines Gutsbesitzers in Purgstall in einem Naturdenkmal ein Kleinwasserkraftwerk zu errichten, zu unterstützen.
In seiner Eigenschaft als Initiator schreibt er auch Leserbriefe an die Niederösterreichischen Nachrichten. Der dort abgedruckte Brief ist einen Kommentar wert:
(Ich gebe hier seinen Text in kursiver, schwarzer Schrift wieder)
LESERBRIEF
Notwendigkeit von alternativen Energien
Leserbrief zum Artikel „Gas Krise: Viele im Bezirk verunsichert““ in der NÖN Erlaftal Bote Woche 3/2009.
Gas-Schock und klirrende Kälte über Europa! Kleinwasserkraftwerk Purgstall als Antwort zur Energiekrise? Die Abhängigkeit von Energie aus dem Ausland (Gas-Lieferstopp aus Russland) zeigt uns wieder einmal die Notwendigkeit alternative Energiequellen zu forcieren.
So weit, so gut.
Ist das nicht ein schlagendes Argument für das Kleinwasser Kraftwerk in Purgstall?
Ist es nicht, nicht für ein Projekt das in einem Naturdenkmal liegen soll und nicht genehmigungsfähig ist.
Selbstverständlich sind wir alle für Natur- und Umweltschutz, erneuerbare Energie gehört gefördert - so bekennen wir uns alle in der Öffentlichkeit. Vertreter der Energieversorger sowie Bundes- und Landespolitiker sprechen sich klar für die Nutzung der Wasserkraft aus, nur seltsam, bei der Umsetzung von konkreten Projekten wie beim Kleinwasserkraftwerk in Purgstall sieht es schon wieder anders aus.
Ja, alle sprechen sich für Naturschutz aus, für viele ist das aber nur ein Lippenbekenntnis wenn wirtschaftliche oder persönliche Interessen dem entgegenstehen.
Die Unterschrifteninitiative „Pro Wasserkraft“ brachte eine Zustimmung der Bevölkerung für das Kleinwasserkraftwerk, aber wie gehen die zuständigen Politiker und Beamten damit um?
Die Unterschriftenintiative war nicht zuletzt deswegen ein Erfolg weil die sammelnden ÖVP Funktionäre das Projekt beschönigend dargestellt haben. So meinen einige ernsthaft, dass sie aus dem Kraftwerk gratis oder billigen Strom beziehen könnten. Dass das Projekt eine rein privates Ansinnen ist wurde ihnen offenbar verschwiegen. Vielmehr wurde der Eindruck vermittelt es handle sich um ein Vorhaben der Marktgemeinde.Zu Werbezweckern wurde im Rathaus über Monate hinweg eine absurd geschönte Fotomontage des geplanten Kraftwerks ausgestellt.
Von der SPÖ und den Grünen hört und liest man offiziell nur negative Wortmeldungen.
Auch unsere inoffiziellen Stellungnahmen sahen das Projekt nicht positiv. Neben der Zerstörung eines Naturdenkmals drohen auch Uferabbrüche beim Bau. Wir haben uns mehrmals vor Ort von der Situation überzeugt, Fachleute sprechen schlicht von "Unsinn".
Die Landespolitiker der ÖVP halten sich bedeckt und verstecken sich hinter den Beamten.
Der zuständige Landesrat macht das was er tun soll. Er last seine BeamtInnen arbeiten und respektiert die Rechtslage, obwohl ihm lokale Parteifreunde eine positive Entscheidung abtrotzen wollen.
Meiner Meinung nach wäre jetzt eine Entscheidung auf höchster Ebene in der Landesregierung notwendig, da sich sonst das Entscheidungsverfahren ewig in die Länge zieht. Die Entscheidungsträger sollten sich hier nicht hinter Pseudoargumenten verstecken oder politische Spiele austragen.
Na toll. Hr. Teufl fordert jetzt ein Machtwort des Landesfürsten. Er soll Recht und Gesetz aushebeln und die Interessen des Projektwerbers und dessen Geldgebers stellen. Hier zeigt sich eine Grundeinstellung lokaler ÖVP Politiker. Sie behaupten immer die besseren Grünen zu sein, fallen aber bei der erstbesten Bewährungsprobe um. Außerdem zeigen sie, worum es ihnen geht: Wenn wir wollen, geht alles. Recht und Gesetz stehen dem entgegen? Wurscht, zu was haben wir einen Landeshauptmann der wird es schon biegen! Die Forderung keine politischen Spiele auszutragen kann er nur an sich selber stellen.
Die Unabhängigkeit im Energiebereich ist anzustreben und die überwiegende Mehrheit der befragten Purgstallerinnen und Purgstaller erwarten sich eine positive Entscheidung pro Wasserkraft. Die Hoffnung auf den gesunden Hausverstand
lebt.
Allerdings, die Hoffnung auf den Hausverstand lebt. Wer einen hat und sich kundig gemacht hat, kann das Vorhaben nicht unterstützen. Da hilft auch das gerne gebrachte Argument "Man sieht ja eh nix davon auch nichts. Mit dem Argument kann man auch unsaubere Unterwäsche entschuldigen.
Ing. Hans Teufi Initiator der Unterschriften initiative „Pro Wasserkraft Purgstall
In seiner Eigenschaft als Initiator schreibt er auch Leserbriefe an die Niederösterreichischen Nachrichten. Der dort abgedruckte Brief ist einen Kommentar wert:
(Ich gebe hier seinen Text in kursiver, schwarzer Schrift wieder)
LESERBRIEF
Notwendigkeit von alternativen Energien
Leserbrief zum Artikel „Gas Krise: Viele im Bezirk verunsichert““ in der NÖN Erlaftal Bote Woche 3/2009.
Gas-Schock und klirrende Kälte über Europa! Kleinwasserkraftwerk Purgstall als Antwort zur Energiekrise? Die Abhängigkeit von Energie aus dem Ausland (Gas-Lieferstopp aus Russland) zeigt uns wieder einmal die Notwendigkeit alternative Energiequellen zu forcieren.
So weit, so gut.
Ist das nicht ein schlagendes Argument für das Kleinwasser Kraftwerk in Purgstall?
Ist es nicht, nicht für ein Projekt das in einem Naturdenkmal liegen soll und nicht genehmigungsfähig ist.
Selbstverständlich sind wir alle für Natur- und Umweltschutz, erneuerbare Energie gehört gefördert - so bekennen wir uns alle in der Öffentlichkeit. Vertreter der Energieversorger sowie Bundes- und Landespolitiker sprechen sich klar für die Nutzung der Wasserkraft aus, nur seltsam, bei der Umsetzung von konkreten Projekten wie beim Kleinwasserkraftwerk in Purgstall sieht es schon wieder anders aus.
Ja, alle sprechen sich für Naturschutz aus, für viele ist das aber nur ein Lippenbekenntnis wenn wirtschaftliche oder persönliche Interessen dem entgegenstehen.
Die Unterschrifteninitiative „Pro Wasserkraft“ brachte eine Zustimmung der Bevölkerung für das Kleinwasserkraftwerk, aber wie gehen die zuständigen Politiker und Beamten damit um?
Die Unterschriftenintiative war nicht zuletzt deswegen ein Erfolg weil die sammelnden ÖVP Funktionäre das Projekt beschönigend dargestellt haben. So meinen einige ernsthaft, dass sie aus dem Kraftwerk gratis oder billigen Strom beziehen könnten. Dass das Projekt eine rein privates Ansinnen ist wurde ihnen offenbar verschwiegen. Vielmehr wurde der Eindruck vermittelt es handle sich um ein Vorhaben der Marktgemeinde.Zu Werbezweckern wurde im Rathaus über Monate hinweg eine absurd geschönte Fotomontage des geplanten Kraftwerks ausgestellt.
Von der SPÖ und den Grünen hört und liest man offiziell nur negative Wortmeldungen.
Auch unsere inoffiziellen Stellungnahmen sahen das Projekt nicht positiv. Neben der Zerstörung eines Naturdenkmals drohen auch Uferabbrüche beim Bau. Wir haben uns mehrmals vor Ort von der Situation überzeugt, Fachleute sprechen schlicht von "Unsinn".
Die Landespolitiker der ÖVP halten sich bedeckt und verstecken sich hinter den Beamten.
Der zuständige Landesrat macht das was er tun soll. Er last seine BeamtInnen arbeiten und respektiert die Rechtslage, obwohl ihm lokale Parteifreunde eine positive Entscheidung abtrotzen wollen.
Meiner Meinung nach wäre jetzt eine Entscheidung auf höchster Ebene in der Landesregierung notwendig, da sich sonst das Entscheidungsverfahren ewig in die Länge zieht. Die Entscheidungsträger sollten sich hier nicht hinter Pseudoargumenten verstecken oder politische Spiele austragen.
Na toll. Hr. Teufl fordert jetzt ein Machtwort des Landesfürsten. Er soll Recht und Gesetz aushebeln und die Interessen des Projektwerbers und dessen Geldgebers stellen. Hier zeigt sich eine Grundeinstellung lokaler ÖVP Politiker. Sie behaupten immer die besseren Grünen zu sein, fallen aber bei der erstbesten Bewährungsprobe um. Außerdem zeigen sie, worum es ihnen geht: Wenn wir wollen, geht alles. Recht und Gesetz stehen dem entgegen? Wurscht, zu was haben wir einen Landeshauptmann der wird es schon biegen! Die Forderung keine politischen Spiele auszutragen kann er nur an sich selber stellen.
Die Unabhängigkeit im Energiebereich ist anzustreben und die überwiegende Mehrheit der befragten Purgstallerinnen und Purgstaller erwarten sich eine positive Entscheidung pro Wasserkraft. Die Hoffnung auf den gesunden Hausverstand
lebt.
Allerdings, die Hoffnung auf den Hausverstand lebt. Wer einen hat und sich kundig gemacht hat, kann das Vorhaben nicht unterstützen. Da hilft auch das gerne gebrachte Argument "Man sieht ja eh nix davon auch nichts. Mit dem Argument kann man auch unsaubere Unterwäsche entschuldigen.
Ing. Hans Teufi Initiator der Unterschriften initiative „Pro Wasserkraft Purgstall
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